5 Jahre STROKE Art Fair – Kunst für das 21. Jahrhundert

Foto: Rascanin 2013

Foto: Rascanin 2013

Die Münchner Praterinsel beherbergt die STROKE Art Fair heuer zum dritten Mal, in der Zeit vom 30. April bis zum 04. Mai 2014. Was als Experiment begann ist mittlerweile eine feste Größe im Münchner Kulturkalender und nach nunmehr fünf Jahren, wofür auch die Besucherzahl von 20.000 spricht. Marco Schwalbe der Creative Director der STROKE gibt dazu folgendes Statement: „Doch das reicht uns noch nicht! Dieses Jahr wollen wir München mit einem regelrechten Kunstmarathon begeistern“.

Wie dieser Marathon im Einzelnen aussieht, bleibt spannend und wenn es nur annähernd so eine Langstrecke an eindrucksvollen Exponaten, Künstlern und Galeristen ist, wie die Jahre zuvor, sollte man sich die Termine schon jetzt fest einplanen. Mit Ihrem frischen Konzept, beweisen die Macher der STROKE Art Fair, dass eine Kunstmesse erfolgreich sein kann, ohne angestaut oder gar steril zu sein.

Was: STROKE Art Fair

Wann: 30. April bis 4. Mai 2014

Wo: Praterinsel München

Weitere Infos: www.stroke-artfair.com

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ŠTA IMA!? Literatur, Kunst und Kultur aus Sarajevo und Ex-Jugoslawien

Foto: Christian Hofer

Foto: Christian Hofer

Was verbinden wir mit “Jugoslawien”? Die Älteren denken vielleicht an billigen Urlaub oder als an jenes Land, durch welches man durch musste um auf dem Landweg nach Griechenland, dem eigentlichen Urlaubsziel, zu gelangen. Die Jüngeren wahrscheinlich an dessen Zerfall, den Bürgerkrieg und die Flüchtlingstrecks. Aber heute? Vermutlich nichts. Ist das schade? Kommt darauf an!

Wer nun auch zu Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Montenegro keine Meinung hat dann wäre das schade. Aber dem kann in den nächsten Tagen – genauer vom 19. März bis zum 10. April 2014 – geholfen werden. Da findet in München die ŠTA IMA!? Literatur, Kunst und Kultur aus Sarajevo und Ex-Jugoslawien statt. Am Gasteig und an weiteren Orten.

Es lohnt sich. Denn wenn auch die unterschiedlichen Nationen den Zerfall von Titos panslawistischem Staat beschleunigt haben; hat die gleiche Kraft Neues erschaffen und hervorgebracht. Das gilt für den Bereich Film, Literatur, Kunst und Kultur im Besonderen. Auf dem Balkan haben sich in den vergangenen Jahrhunderten nicht nur Traditionen erhalten; nein, sie haben sich vermischt, angereichert, eine ungeahnte Vielfalt erlangt.

Für jeden etwas dabei. Wer Musikgenuss sucht wird mit der “Musik am Montag”-Reihe bestens bedient. Wer Kunst und Kultur lieber von seinem Ohrensessel aus konsumiert holt sich Buchtipps.

Hier noch ein 12-Minütiger Kurzfilm: Survival in Sarajevo – Friendship in Times of War.

Was: ŠTA IMA!? Literatur, Kunst und Kultur aus Sarajevo und Ex-Jugoslawien

Wo: Gasteig und weitere Orte

Wann: 19. März – 10. April

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“Dan Le Sac Vs Scroobius Pip”

Foto: Vanja Rascanin

Foto: Vanja Rascanin

Mit großer Vorfreude ging es letzte Woche in die Kranhalle, um „Dan le Sac Vs Scoobius Pip“ anzusehen und zu hören. Das letze Mal hab ich die Jungs 2010 live erlebt und wurde schon damals positiv überrascht und war schwer begeistert. Ist halt nicht so der herkömmliche HipHop, der von dem „Pip“ so eindrucksvoll runter gepredigt wird. Der Genremix, verstärkt durch das Sampling von „Le Sac“, ist einfach und schlicht und spiegelt wortgewaltig das Essex-Lifefeeling wider. Das alles mit kräftiger Stimme von Pip und virtuosen Turntables des Dan´s. Von Anbeginn an ist Stimmung angesagt, in der gut gefüllten Münchner Kranhalle.Getourt wird 2014 mit dem dritten Album „Repent Replenish Repeat“, das im Oktober 2013 erschien. Der HipHop des Duos ist unverwechselbar, lässig und nachdenklich bis kritisch.

David Meads alias Scroobius Pip und sein Partner Dan Le Sac (Dan Stephens) waren in vier Städten auf Deutschland-Tour und ziehen nun bis Anfang Mai durch UK. Hier nochmals die empfehlenswerte Single: „Gold Teeth“: http://www.youtube.com/watch?v=C0ERFJgN9c4

Für gute Einstimmung sorgte „Misanthrop“, der quasi als Alleinunterhalter, sehr beherzt , sympathisch und dynamisch die Zuhörer in den Saal lockte. Dass das Leben kein Ponyhof ist, konnten die Anwesenden nur mit grosser Zustimmung und kräftigem Applaus bejahen. Hier auch mal zum reinklicken: http://www.youtube.com/watch?v=m-K8AKTETvo

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Was sehen Sie, wenn Sie nichts sehen?

Foto: Christian Hofer

Foto: Christian Hofer

Sehen Sie einmal aus Ihrem Fenster. Was sehen Sie? Das hässliche Bürogebäude gegenüber? Schade. Den hübschen Nachbarn? Schön. Aber was sehen Sie eigentlich, wenn Sie nichts sehen? Erraten; Glas.

Glas, ein tolles Material. Schon unsere steinzeitlichen Vorfahren schätzten Obsidian (natürliches Glasvorkommen) über alles. Als Werkzeug und als Tauschgut. Auch die Römer, die es in unsere Breiten brachten schätzten es dermaßen, dass sie im fernen Ägypten das notwendige Natron abbauen ließen.

Und auch heute ist es immer noch ein Faszinosum, wie ein fester Körper dermaßen lichtdurchlässig sein kann. Anfangs war Glas kostbar und daher teuer. Entsprechend konnten nur vermögende Leute ihren Reichtum auf diese Weise zeigen. Durch industrielle Vertigungsverfahren verbreitete es sich durch alle Bevölkerungsschichten.

Über Jahrhunderte zeigten Künstler immer wieder reges Interesse an Glas. Doch erst Erwin Eisch, der an der Münchner Akademie der Bildenden Künste studierte, gelang es eine Lösung zu entwickeln, die klein genug für Ateliers war. Was folgte war die sogenannte “Studioglasbewegung”. Zusammen mit Harvy K. Littleton gilt Eisch heute als Gründervater dieser Bewegung, deren erklärtes Ziel es war die althergebrachten Formen von Glasobjekten aufzulösen. Sehr erfolgreich dabei war auch ein ganzer Ort in Italien der zum Synonym heranwuchs: Murano.

Die Münchner Alexander Tutsek-Stiftung zeigt bis zum 10.4. Erwin Eisch Pionierarbeiten in der Ausstellung “Wo bist Du. Where are you?”. Kern der Ausstellung sind Glasköpfe die teilweise bemalt sind und durch ihre wechselhafte Oberfläche, mal transparent mal opak einen reizvollen Kontrast erleben lassen.

Was: Ausstellung “Wo bist Du. Where are you?”

Wann: bis 10. April 2014, Di. und Mi. 10:00 – 14:00 Uhr, Do. und Fr. 14:00 – 18:00 Uhr

Wo: Karl-Theodor-Straße 27, 80803 München

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

Lokation auf Google Maps: Alexander Tutsek-Stiftung

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