Friday Late – Nachts im Museum – 1. September 2017

20604525_10155143099176773_2478507490150151284_nDer besondere Zauber ein Museum des Nachts zu besuchen, wird diesen Abend für die kleinen und großen Besucher in eine kreative Reise verwandeln. Es gibt viel zu entdecken: Bestaunen Sie  in der Künstlervilla goldene Wände und einen phantastischen Sternenhimmel. Franz von Stuck hat geheimnisvolle Wesen in seinem Haus versteckt, die am 4.  August  lebendig werden wollen.

 

MVHS-Führung mit Petra Rhinow für Kinder ab 6 Jahren mit begleitenden Erwachsenen kostenfrei, Anmeldung unter (0 89)-4 80 06-67 10

WO: Villa Stuck

WANN:

1. September 2017
MVHS-Führung für Kinder ab 6 Jahren mit begleitenden Erwachsenen, kostenfrei, Anmeldung unter (0 89)-4 80 06-67 10 // E214280

18.30 Uhr
Die Münchner Volkshochschule führt durch Abbas Akhavan

20.30 Uhr
Die Münchner Volkshochschule führt durch Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen

 

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High Five – Kunst im Öffentlichen Raum Münchens

München ist eine reiche Stadt, wie immer man es drehen und wenden mag. Das wissen auch die organisierten Bettelbanden die “alteingesessenen” Obdachlose deren angestammte Plätze aggressiv streitig machen – und die Exekutive unternimmt scheinbar nichts gegen diesen Betteltourismus. Aber darum soll es hier nicht gehen.

München ist eine reiche Stadt. Dies schlägt sich auch im Kulturbereich nieder. Alledings stehen hier dieses Mal nicht die unzähligen Theater und Museen des Münchner Stadtlebens im Vordergrund sondern vielmehr die Nischen, in denen unbekannte Künstler ihre Bühne finden (können). Die Rede ist von den Städtischen Kunsträumen, fünf an der Zahl.

kunstarkadenDiese sind in der Regel nicht irgendwo untergebracht oder fristen an der Peripherie ihr Schattendasein. Im Gegenteil! So ist eine Lokation im Münchner Rathaus untergebracht, in der ehemaligen Kassenhalle auf der Rückseite des Rathauses – die sogenannte “Rathausgalerie”. Die nächste Lokation eine Seitenstraße weiter im Souterrain eines Altstadthauses (“Kunstarkaden”). Oder zwischen Löwenturm und Stadtmuseum ist im Block an der STelle wo früher (Vornazizeit) das Kaufhaus Uhlfelder stand (der Neonschriftzug über mehrere Fenster verteilt erinnert daran) die “Artothek” und der “Bildersaal” untergebracht.

maximiliansforumSelbst die Münchner Nobelmeile, die Maximilianstraße bietet an der Kreuzung des Altstadtringes Raum für Kunst – in der Unterführung ist das “MaximiliansForum” im wahrsten Sinne des Wortes “unter”gebracht. Mitten im Herzen von München. Alle vier in 15 Minuten zu Fuß ablaufbar.

Selbst lothringer_13 ist inmitten, zwar nicht in der Stadtmitte aber dennoch in der Mitte des hochwertigen Haidhausener Stadtviertels. Neben dem Glockenbachviertel und Schwabing eines der populärsten Grätzel in München. lothringer_13 ist hingegen ein richtiger Prototyp des Klischees. Richtig versteckt in einem Hinterhof, in einer ehemaligen Fabrik, die notdürftig saniert und mit geweisselten Wänden und Sichtarchitektur Industriecharme versprüht.

So unterschiedlich die Lokationen auch sind so unterschiedlich ist deren Ausrichtung. Mehr dazu und zu deren aktuellem Programm lässt sich bequem im Internet finden. Weiterführende Links haben wir vom Münchner Stadtleben Team für euch zusammengetragen: Eintritt ist überall frei !

Rathausgalerie: www.muenchen.de/rathausgalerie
Wo: Marienplatz 8, 80331 München

Kunstarkaden: www.muenchen.de/kunstarkaden
Sparkassenstraße 3, 80331 München

Artothek: www.muenchen.de/kunstarkaden
Rosental 16, 80331 München

MaximiliansForum: www.maximiliansforum.de
Maximilianstraße, Unterführung Altstadtring

lothringer_13: www.lothringer13.de/halle
Lothringer Straße 13, 81667 München

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Museales Hochlied auf die Kartoffel

München hat Kultur. München beherbergt unzählige Museen und Kunstareale. Nicht zu vergessen: Private Sammlungen und Galerien. Üblicherweise drängen sich hier die großen Namen wie Pinakothek, Villa Stuck oder Haus der Kunst ins Rampenlicht des Bewusstseins. Aber Hand aufs Herz – wäre Ihnen in den Sinn gekommen, dass es ein Kartoffelmuseum in München gibt? Liebevoll kuratiert, nicht größer als eine großzügig geschnittene Wohnung steht es für eine vergangene Epoche.

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Jene Epoche, in der nicht anonyme Unternehmen mit synthetischen Markenwelten sondern noch Unternehmer von Schrot und Korn uns persönlich von den Vorzügen seines Produktes zu überzeugen suchten. Wo Familienbetriebe ihre Leidenschaft für eine Sache von Generation zu Generation weitergaben. Wo oft noch der Name Garant für Qualität war bis er Eingang in die Alltagssprache fand. “Hart wir Kruppstahl”, “Persilschein”, “Tempo” sind nur einige Beispiele.

Deutschland Geschichte ist reich an solchem Unternehmertum. Eine dieser Geschichten handelt von der Familie Eckart – besser bekannt mit Ihren “Pfanni“-Produkten. Eigentlich bereits im 19. Jahrhundert als Konservenfabrik gegründet startete die Familie nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erneut durch. Der Aufschwung in den 50er und sechziger Jahren in der deutschen Wirtschaft ging auch an Pfanni nicht vorbei. Man wuchs, expandierte und konnte stolz auf sich sein. Warum also nicht seinen Stolz durch ein firmeneigenes Museum zu Ehren des wichtigsten Rohstoffes nach außen zeigen?

So entstand, das heute in der Grafinger Straße 2 beheimatete Museum mit allerlei Wissenswertem über die Kartoffel. Ihre Geschichte, ihre Diversität wird in zahlreichen Tafeln und Ausstellungsstücken erläutert. Man erfährt, das die Indianer Südamerikas bereits damals das Prinzip der Gefriertrocknung kannten, beugt sich über 200 Jahre alte Notizhefte von Forschern und lässt seine Blicke über Ölgemeldä und Fotografien zu diesem Thema wandern. Und wer Lust hat kann einen Abstecher in zwei weitere Zimmer machen, in denen die Unternehmensgeschichte von Pfanni erläutert und illustriert wird. Das ganze sehr dezent und unaufdringlich inszeniert.

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Ein Besuch lohnt sich derzeit umso mehr, da im zentralen Gang eine Sonderausstellung platziert wurde. Huyen Tran Chau präsentiert hier Ihre Gemüseschnitzkunst in zahlreichen großformatigen Bildern. Unbedingt ansehen – diese Sonderausstellung geht leider mit dem 31.12.2013 zu Ende!

Was: Kartoffelmuseum und Sonderausstellung “Gemüseschnitzkunst”

Wo: Grafinger Str. 2

Wann: Fr: 09:00 bis 18:00, Sa: 11:00 bis 17:00 Uhr, Di bis Do: nach Vereinbarung

Lokation auf Google Maps: Kartoffelmuseum

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